Gesänge und Gebete der Messe aus den "Proper Feasts Kept In The Dioceses Of The United States Of America" (Eigenfeiern der Bistümer der Vereinigten Staaten von Amerika) - mit Alternativen für die dort gebotenen Gesänge, die nicht im Graduale Romanum von 1979 enthalten sind:
Dienstag, 15. Dezember 2020
Montag, 2. November 2020
Bination und Trination (Weihnachten und Allerseelen)
BINATION UND TRINATION DER HEILIGEN MESSE
besonders an Weihnachten und zum Gedächtnis Allerseelen
1. Weisungen für den Zelebranten
An Weihnachten und Allerseelen darf jeder Priester drei hl. Messen zelebrieren; sonst ist nur eine hl. Messe pro Tag erlaubt, außer die Seelsorge erfordert es anders. Möchte man an diesen Tagen zwei oder auch alle drei hl. Messen „am Stück“ lesen, so sind die folgenden Regeln zu beachten:
• Nach der Kelchkommunion stellt der Priester den Kelch auf das Korporale und bedeckt ihn mit der Palla, ohne ihn zu purifizieren oder auszuwischen. Dann betet er mit gefalteten Händen (die Konsekrationsfinger bleiben dabei noch beieinander) das Gebet Quod ore sumpsimus und anschließend, während er die Finger in einem Ablutionsgefäß reinigt, Corpus tuum, Domine (zum Trocknen der Finger benützt er das Purifikatorium der Messe).
• Danach deckt er den Kelch erneut ab, legt (ohne ihn zu verschieben) das Purifikatorium über die Kuppa (drückt es aber nicht in diese hinein), darüber die Patene, eine neue Priesterhostie, die Palla, und endlich das Kelchvelum (das Korporale bleibt unter dem Kelch ausgebreitet).
• Desweiteren beendigt er die Messe wie gewöhnlich. Am Schluß läßt er die leoninischen Gebete aus und beginnt sogleich mit der nächsten Messe.
• Hat der Priester aus Unachtsamkeit die Ablution trotzdem vollzogen und diese getrunken, obwohl er noch eine Messe feiern wollte, so darf er diese trotz des Brechens der Nüchternheit sogleich anschließen.
• Beim Offertorium deckt der Priester den Kelch ab und schiebt ihn etwas zur Epistelseite, läßt ihn aber immer noch auf dem Korporale stehen. Nach der Aufopferung der Hostie nimmt er das Purifikatorium vom Kelch, hebt diesen leicht an (immer über dem Korporale) und gießt Wein und Wasser ein, ohne vorher den Kelch auszuwischen. (Nach dem Eingießen wird der Innenrand der Kuppa wird nicht abgetrocknet.) Dann folgt sofort die Aufopferung des Kelches.
• Im Folgenden verfährt der Priester wie gewöhnlich; oder wie oben erklärt, wenn noch eine dritte Messe folgen soll.
• Dauert die Unterbrechung länger als drei Stunden, so ist ganz normal zu zelebrieren. Dauert die Unterbrechung weniger als drei Stunden, so werden die Ablutionen mit den üblichen Zeremonien gemacht, aber nur mit Wasser.
2. Weisungen für den Ministranten
Vorbereitungen:
• auf dem Altar soll ein Ablutionsgefäß mit einem Purifikatorium stehen.
• auf der Kredenz liegen in einem entsprechenden Gefäß große Priesterhostien für die 2. und ggf. 3. Messe bereit.
Bei unmittelbar folgender Messe:
• nach der Kelchkommunion bringt der Ministrant nicht Wein und Wasser, sondern reicht eine neue Priesterhostie dar (im passenden Gefäß). Dann wird sofort das Buch herumgetragen.
• Beim Zusammenstellen des Kelches reicht der Ministrant nur das Velum, die Burse bleibt stehen, weil ja auch das Korporale ausgebreitet bleibt.
Bei längerem Zelebrationsunterbruch:
• bei mehr als drei Stunden Unterbruch: ganz normaler Dienst
• bei weniger als drei Stunden Unterbruch: zur Ablution wird nur Wasser gebracht; sonst verläuft alles wie gewohnt.
Donnerstag, 17. September 2020
Wundmale des heiligen Franziskus - Oration im Vergleich
Am 17. September begehen die Kirche nach traditionellem Kalender und die franziskanischen Orden bis heute das Fest der Wundmale des heiligen Franz, also seiner Stigmatisierung.
Das Tagesgebet zeigt in seinen verschiedenen Fassungen (vom traditionellen Gebet über die Übersetzung von 1965 bis zur heutigen Fassung in den franziskanischen Eigenfeiern) eine bezeichnende Entwicklung auf.
Man beachte vor allem die erklärenden Einschübe in der Fassung von 1986 auch im Vergleich zur neuen lateinischen Oration von 1974. Die Beiträge des "deutschen Erklärbären" farbig sind markiert.
Schön hingegen ist, daß man im deutschen franziskanischen Meßbuch an der alten Einleitung "Als die Welt zu erkalten begann" festgehalten hat.
Missale Romanum vor 1969:
Dómine Jesu Christe,
qui, frigescénte mundo,
ad inflammándum corda nostra tui amóris igne
in carne beatíssimi Francísci
passiónis tuæ sacra Stígmata renovásti:
concéde propítius;
ut ejus méritis et précibus
crucem júgiter ferámus,
et dignos fructus pœniténtiæ faciámus.
Möglichst wörtliche Übersetzung:
Herr Jesus Christus,
der du, da die Welt erkaltete,
zu entzünden unsere Herzen mit deiner Liebe Feuer,
im Fleisch des seligsten Franz
deines heiligen Leidens Stigmata erneuert hast,
gewähre gütig,
daß wir auf seine Verdienste und Gebete
das Kreuz beständig tragen
und würdige Früchte der Buße (machen =) bringen.
Meßbuch 1965:
Herr Jesus Christus,
da die Welt zu erkalten begann,
hast du am Leibe des heiligen Franziskus
die Male deines Leidens erneuert,
um unsere Herzen mit dem Feuer deiner Liebe zu entflammen.
Blicke hin auf seine Begnadung
und höre auf sein Gebet.
Laß auch uns beharrlich das Kreuz tragen
und schenke uns würdige Früchte der Buße.
Missale Seraphicum OFMConv (1974):
Deus,
qui ad inflammándum corda nostra tui amóris igne,
passiónis Fílii tui signa
in carne beáti Patris Francísci mirífice renovásti;
concéde, ipso intercedénte,
ut morti eiúsdem Fílii tui configuráti,
simul et resurrectiónis partícipes efficiámur.
Möglichst wörtliche Übersetzung:
Gott,
der du, zu entzünden unsere Herzen mit deiner Liebe Feuer,
die Zeichen des Leidens deines Sohnes
im Fleisch des seligen Vaters Franz wunderbar erneuert hast;
gewähre auf seine Fürsprache,
daß wir, dem Tode dieses deines Sohnes gleichgestaltet,
ebenso auch zu Teilhabern der Auferstehung werden.
Franziskanisches Messbuch (Eigenfeiern, 1986):
Allmächtiger Vater,
als die Welt zu erkalten begann,
hast du in Franziskus ein Zeichen deiner Liebe gesandt
und ihm die Wundmale deines Sohnes eingeprägt.
So ist der das getreue Bild
des gekreuzigten Christus geworden,
der die Welt erlöst hat.
Auf seine Fürsprache gewähre uns,
daß wir, gestorben mit Christus,
auch teilhaben an seiner Auferstehung
und so zu einer neuen Schöpfung werden.
Montag, 18. Mai 2020
Stellenbeschreibung für einen Priester
Mittwoch, 13. Mai 2020
Corona-Messe
Evangelium (Jo 15, 1-7)
Evangelium Joh 15, 1-7
Freitag, 10. April 2020
Exsultetrolle "St. Bernhard"
Das Exsultet nach der Vertonung von Erwin Bücken, in Text und Noten leicht korrigiert, zu einer Exsultetrolle verarbeitet und dabei mit drei Bildern versehen. Darin sind Motive aus der ehem. Pfarrkirche St. Bernhard Duisburg-Obermeiderich wiedergegeben.
- "am Stück" (zur Weitersendung an eine Druckerei*)
- zum Ausdrucken auf DIN A4-Blätter**
Wenn man auf die Links klickt, kommt man zu PDF-Dateien, die auf Dropbox gespeichert sind. Sie erscheinen dort vielleicht unscharf. Wenn man die Maus bewegt, erscheint unten ein grauer Balken, auf dem rechts eine Drucker-Schaltfäche erscheint. Wenn man auf diese klickt, erscheint die PDF-Datei in voller Auflösung. Man kann auch einfach den Druck-Befehl drücken (Strg+p / cmd+p).
Die Bilder stehen bei Exsultetrollen auf dem Kopf, weil sie so beim Abrollen am Ambo für das Volk richtig herum erscheinen.
Praktische Hinweise:
* Die Freiräume am Anfang und am Ende des Dokuments dienen dazu, daß man sie hier an zwei (hölzerne) Stäbe zum Aufrollen ankleben kann.
** Die DIN A4-Blätter zusammenkleben, am Anfang ein leeres Blatt. Dann an zwei (hölzerne) Stäbe zum Aufrollen ankleben.